XML, die erweiterbare Auszeichnungssprache

XML oder ausgeschrieben Extended Markup Language ist eine Metasprache mit der Daten strukturiert beschrieben werden können. XML hat sich aus der Ende der 1960-er Jahre erfundenen Metasprache SGML weiter entwickelt. Mit XML wird die Struktur, der Inhalt und die Darstellung der Daten getrennt. Dadurch lassen sich die 3 Teilbereiche unabhängig voneinander verarbeiten. Auch die millionfach eingesetzte Auszeichnungssprache HTML basiert auf XML und SGML.

Bei der KI dient diese Sprache zur Kommunikation zwischen Anwendungen und Maschinen. So spielt XML eine immer wichtigere Rolle bei der Maschine zu Maschine Kommunikation und wird zudem bei Konfigurationen von IOT Geräten eingesetzt.

Definition von Dokumentklassen

Bevor Daten übertragen werden können, erfolgt die Deklaration der XML-Elemente. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten zur Erstellung von Dokumentklassen und Elementen.

  1. Mit DTD, der Document Type Definition lassen sich die Dokumentklassen und Elemente definieren.
  2. Die zweite und modernere Methode ist das XML Schema.

Struktur der XML Dokumente

Die Dokumenttyp Definition

Beispiel bestellung.dtd

Oder alternativ das XML Schema

Beispiel bestellung.xsd

Das XML Dokument mit den strukturierten Daten

Beispiel bestellung.xml

Das XML Dokument nutzt im Dokumentenkopf entweder das XML Schema oder den DTD. Die Elemente von XML werden auch Tags oder Nodes genannt.

Vorteile von XML

  • Als Konfigurationsdateien bleiben die Daten für den Menschen lesbar
  • Über Schnittstellen und Webservices wie SOAP  und REST lassen sich Daten systemübergreifend austauschen
  • Die Dateien lassen sich mit jedem Texteditor öffnen und bearbeiten
  • Mit Hilfe von CSS oder XSLT lassen sich die Daten transformieren und so unterschiedlich nutzen.

 

 

Das V-Modell bei Internet Applikationen nutzen

Das V-Modell im Projektmanagement

Vorgehensweisen für Software- und Webseiten Entwicklung gibt es viele. Heute lernen wir das V-Modell kennen, dass von mir auf Webdesign angepasst wurde. Das V-Modell beinhaltet Projektmanagement, Konfigurationsmanagement, Änderungsmanagement und Qualitätssicherung.

V-Modell

V-Modell im Webdesign

Es unterscheidet sich zu anderen Vorgehensweisen dadurch, dass hier hauptsächlich Aktivitäten und Ergebnisse definiert werden.

Vorgehensweise beim V-Modell

V-Modell – Vorgehensweise

Fazit:

Das V-Modell hat aus meiner Sicht eine strukturierte Vorgehensweise. Es ist nicht für jedes Projekt geeignet. Auf Grund verschiedener Kritikpunkte wurde das V-Modell insofern geändert, dass jetzt V-Model XT zusätzlich agile Software Entwicklungstechniken eingesetzt werden. Zudem wird der Auftraggeber (Kunde) mehr in eingebunden. Dies verbessert die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen und erleichtert die Abnahme. Die Dokumentation während des gesamten Zyklus unterstützt die Entwicklung und die darauf folgende Qualitätssicherung. Der Kunden kann die Dokumentation bei Erweiterungen oder Ergänzungen nutzen. Bei der Qualitätssicherung kann unter anderen die PDCA Methode eingesetzt werden.

Alternativ gibt es die Vorgehensmodelle wie das Wasserfall ModellV-Modell, Kanban und Scrum.

Die ABC Analyse in 4 Schritten durchführen

Die ABC-Analyse wird unter Anderem zur Planung, Kostenminimierung und Entscheidungsfindung eingesetzt wird. Die ABC Analyse wurde H. Ford Dickie erstmals beschrieben. Die Basis dafür bilden das Pareto Prinzip (die 80/20 Regel) und die Lorenz Kurve. Eingesetzt wird die ABC Analyse bei betriebswirtschaftlichen Analysen, Kosten, Lagerbeständen, Umsätzen, aber auch in der Personalwirtschaft und der Fertigung eingesetzt.

 

Daten der ABC-Analyse

Typ Umsatz in Mio. €
 Reifen  26,1
 Felgen  19,8
 Öl  35,6
 Zündkerzen  6,4
 Reinigungsmittel  16,9
 Lampen  2,9
 Autoradio  12,3
 KFZ-Ersatzteile  44,1
 Scheibenwischer  2,2
Gesamtsumme 166,3

 

Schritt 1 der ABC-Analyse

Ergänzen Sie die Tabelle um die Spalten Anteil in %Kumulierte % und Klasse.
Dann sortieren Sie absteigend den Umsatz in Mio. €.

Typ Umsatz in Mio. €
Anteil in % Kumulierte % Klasse
KFZ-Ersatzteile 44,1
Öl 35,6
Reifen 26,1
Felgen 19,8
Reinigungsmittel 16,9
Autoradio 12,3
Zündkerzen 6,4
Lampen 2,9
Scheibenwischer 2,2
Gesamtsumme 166,3

 

Schritt 2 der ABC Analyse

Als nächstes wird in der mittleren Spalte der prozentuale Anteil ausgerechnet.

Die Formel lautet: Anteil in % = Umsatz des Produkts/Gesamtsumme * 100

Typ Umsatz in Mio. €
Anteil in % Kumulierte % Klasse
KFZ-Ersatzteile 44,1 26,52
Öl 35,6 21,41
Reifen 26,1 15,69
Felgen 19,8 11,91
Reinigungsmittel 16,9 10,16
Autoradio 12,3 7,40
Zündkerzen 6,4 3,85
Lampen 2,9 1,74
Scheibenwischer 2,2 1,32
Gesamtsumme 166,3

 

 Schritt 3 der ABC Analyse

Im weiteren Schritt werden die Anteile in % kumuliert (summiert) und in die Spalte Kumulierte % eingetragen.

Beispiel: Öl (kumulierte %) = 26,52 + 21,41 = 47,93; Reifen (kumulierte %) = 47,93 + 15,69 = 63,62

Typ Umsatz in Mio. €
Anteil in % Kumulierte % Klasse
KFZ-Ersatzteile 44,1 26,52 26,52
Öl 35,6 21,41 47,93
Reifen 26,1 15,69 63,62
Felgen 19,8 11,91 75,53
Reinigungsmittel 16,9 10,16 85,69
Autoradio 12,3 7,40 93,08
Zündkerzen 6,4 3,85 96,93
Lampen 2,9 1,74 98,68
Scheibenwischer 2,2 1,32 100
Gesamtsumme 166,3

 

Schritt 4 der ABC Analyse

Im letzten Schritt werden die untersuchten Daten in drei Klassen eingeteilt. Die A Klasse bei meist 75% – 80%. Die B Klasse bei 15% – 20% und die C Klasse bei 5%. Die Summe der drei Klassen beträgt immer 100%.

Typ Umsatz in Mio. €
Anteil in % Kumulierte % Klasse
KFZ-Ersatzteile 44,1 26,52 26,52  A
Öl 35,6 21,41 47,93  A
Reifen 26,1 15,69 63,62  A
Felgen 19,8 11,91 75,53  B
Reinigungsmittel 16,9 10,16 85,69  B
Autoradio 12,3 7,40 93,08  B
Zündkerzen 6,4 3,85 96,93  C
Lampen 2,9 1,74 98,68  C
Scheibenwischer 2,2 1,32 100  C
Gesamtsumme 166,3

 

Fazit:

Mit Hilfe der ABC Analyse lassen sich

  • Schwerpunkte ermitteln
  • Prioritäten festlegen
  • Unwesentliches von Wesentlichen unterscheiden

Diese häufig eingesetzte Methode sollte in keinem “Werkzeugkasten” fehlen.

Scrum – Agile Web- und Software Entwicklung

Scrum wurde in einem Projekt im Zuge der Zusammenarbeit von Ikurjio Nonaka und Jeff Sutherland entwickelt. Mit Scrum versucht man Anpassung, Transparenz und Kontrolle in der Software Entwicklung weitestgehend zu vereinfachen. Dadurch wird eine kostengünstige, schnelle  und hochwertige Entwicklung von Software Produkten und -Dienstleistungen ermöglicht. Scrum basiert auf Erfahrung und wird iterativ erweitert. Scrum benutzt Rollen mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungen.

Rollen bei Scrum

Das Entwickler Team liefert die vom Product Owner gewünschten Produktteile oder Dienstleistungen in der gewünschten Reihenfolge. Zudem sind die Entwickler für die Qualität des Produkts verantwortlich. Dazu werden Qualitätsstandards vereinbart.

Der Scrum Master kümmert sich als Führungskraft um das Entwickler Team, gehört dem Team aber nicht an. Er kümmert sich um die Organisation und hilft Störungen, Konflikte und Hindernisse zu beseitigen.

In der Rolle als Product Owner ist man für die Konzeption, Festlegung der Produkteigenschaften und die Priorisierung verantwortlich. Er steuert damit den wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen, ist aber kein Vertreter des Kunden.

Der Kunde oder Auftraggeber wird als Customer dem Product Owner aufzeigen, was das Produkt für Eigenschaften haben soll. Zudem wird der Customer ab einer frühen Phase periodisch das zu entwickelnde Produkt prüfen und Feedback an den Product Owner geben.

Das Management hat bei der Bereitstellung der Ressourcen und dem Ausräumen von Hemmnissen zu unterstützen. Dadurch werden die Rahmenbedingungen stabilisiert.

Die User sind die zukünftigen Nutzer des Produkts oder der Dienstleistung. Daher sind Sie in der Lage die Funktionalität des Produkts zu beurteilen. Zudem können Sie das Produkt ab einer frühen Phase regelmäßig, zum Beispiel nach einem Entwicklungszyklus, ausprobieren und Ihre Ergebnisse und Veränderungsvorschläge mitteilen. diese kann der Product Owner aufgreifen und zur weiteren Entwicklung einfließen lassen.

Dazu wurde im Jahre 2001 das Agile Manifest für Scrum entwickelt, das ich hier angepasst habe.

Agiles Manifest

  • Eine beständige Zusammenarbeit mit dem Kunden als Partner steht über den Verträgen
  • Kommunikation, Mut und die Offenheit für Änderungen gilt mehr als das genaue Befolgen eines festgelegten Plans
  • Menschen und Zusammenarbeit gelten mehr als Werkzeuge und Prozesse, ersetzen diese aber nicht
  • Funktionierende Programme sind höher einzustufen als ausführliche Dokumentation.

Fazit:

Lean Production in japanischen Unternehmen verfolgt ähnliche Ansätze wie Scrum und nutzt für eine bessere Wertschöpfung unter anderem starkes Teamworking und erfolgreiches Wissensmanagement. Hier sehe ich auch den wichtigen Unterschied. Es wird auch bei Scrum Dokumentation gebraucht, wenn diese nicht “Just in Time” zur Verfügung steht, dann verliert der Scrum Prozess an Effektivität!

Alternativ gibt es die Vorgehensmodelle wie das Wasserfall ModellV-Modell, Kanban und Scrum.

Die Entwicklung von HTML 5 bei WhatWG und W3C

Vor längerer Zeit haben sich zwei Richtungen bei der Weiterentwicklung von HTML5 ergeben.

Zügige Weiterentwicklung  von HTML durch die WhatWG

Die WhatWG wurde nach einem Workshop des W3C gegründet. Mitarbeiter dvon Apple, Google, Microsoft, Mozilla und Opera haben sich zu einer fortlaufenden Weiterentwicklung von HTML ausgesprochen.  Die Entwickler der WhatWG sprechen vom HTML – Living Standard. Ohne diese Gruppe wäre die Weiterentwicklung von HTML auf Grund von mangelndem Interesse des W3C nur langsam voran getrieben worden.

Dokumentation von HTML – Living Standard

HTML5

Späte Erkenntnis des W3C – aber kein Entgegenkommen

Die Anteil der Wichtigkeit von HTML für zukünftige Informations- und Kommunikationsmittel wurde von W3C unterschätzt. Nachdem sich auf Grund von der Freigabe von HTML5 wesentliche Weiterentwicklungen wie Frameworks, modernisierte Browser ergeben haben, gibt es auch hier Neuerungen. Allerdings setzt das W3C auf Versionierung von HTML 5. Aktuell ist die Version HTML 5.2 als Empfehlung erschienen.

Fazit

Nach wie vor liegt die Entwicklung von HTML bei der aktiven WhatWG. Das W3C übernimmt meist wichtige Entwicklungen der WhatWG in ihre Standards. Diese werden weiterhin nicht so häufig aktualisiert wie der Living Standard.

 

 

Barrierefreiheit