Qualität bei Software messen

Wer kennt das nicht? Es wurde die Entwicklung einer Software in Auftrag gegeben. Bei der Übergabe ist das Produkt nicht so, wie die Anforderung dies definierten. Da kann im Vorfeld einiges getan werden, damit die unerwünschten Ergebnisse ausbleiben.

Die Produktbeschreibung im Lastenheft

Der erste Schritt ist eine ausreichende Beschreibung des Produkts oder der Dienstleistung in einem Lastenheft. Dieses Lastenheft enthält auch eine Abgrenzung. In der steht, was nicht zum Umfang der Entwicklung gehört. Das Lastenheft wird bei der Angebotsanforderung an potentielle Auftragnehmer weitergereicht.

Die lieferbare Leistung im Pflichtenheft

Es ist die Basis für das Pflichtenheft. Dort beschreibt ein möglicher Auftraggnehmer den Rahmen seines Angebotes. Es steht dort geschrieben, was der potentielle Auftragnehmer umsetzen kann und was nicht. Es ist ein Teil der Basisinformationen zur Entscheidungsfindung. Denn mit dem Pflichtenheft erfolgt die Entscheidung, wer den Auftrag erhält. Zudem sind Lastenheft und Pflichtenheft ein wichtiger Bestandteil der abschliesenden Abnahme des Produkts oder der Dienstleistung.

Der Soll-Ist Vergleich zur Ermittlung der Qualität

Der ausgewählte Auftragnehmer entwickelt nun die Software oder Dienstleistung. Dabei ist zu beachten, dass es sogenannte verdeckte Arbeiten geben kann. Diese lassen sich nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes prüfen. Diese verdeckten Arbeiten sind im Vorfeld zu ermitteln und rechtzeitig gesondert zu kontrollieren.

Mit Hilfe des Lastenhefts, des Pflichtenhefts und der Dokumentation kann am Ende des Projekts die Abnahme durch den Auftragnehmer erfolgen. Da in der genannten Dokumentation alle erforderlichen Daten vorhanden sind, ist eine sachgerechte Prüfung und Abnahme möglich.

Ein wichtiger Punkt ist unbedingt zu beachten

Jede Änderung oder Erweiterung ist ein gesonderter Auftrag und hat im aktuellen Projekt nichts zu suchen. Änderungen und Erweiterungen werden erst nachfolgend oder nach Vereinbarung bearbeitet.

Der Einsatz von KPI

Mit Key Performance Idikatoren (KPI) können standardisierte Kennzahlen zur wiederholten und dabei vereinfachten Prüfung erstellt werden. Dazu werden aussagekräftige Parameter ermittelt, die über den Zustand des Produkts, der Dienstleistung oder deren Umfeld etwas aussagen.

Fazit:

Software Qualität hängt von vielen Parametern ab und ist zu prüfen. Wer nicht das notwendige Know-How hat, sollte einen Spezialisten hinzuziehen. Denn fehlerhafte Produkte können zu hohen Folgekosten führen.