Qualitätsanforderungen an Software

Standardsoftware wird nach unternehmensinternen Qualitätsrichtlinien programmiert und verkauft.
Wie ist das aber bei individuell erstellter Software?

Es gibt allgemeine Qualitätsrichtlinien, die aber vor der Auftragserteilung festgelegt sein sollten. Denn es gilt:

„Qualität ist die Erfüllung der Kundenanforderungen.“

8 Kriterien für Qualität bei Software Entwicklung

Es gibt wichtige Eigenschaften, die bei der Softwareentwicklung eine tragende Rolle spielen. Denn schließlich soll die Software während der Nutzungsdauer problemlos und kostengünstig eingesetzt werden können.

Benutzerfreundliche Bedienung

Ein Programm oder eine App sollen einfach zu bedienen sein. der Anwender soll möglichst ohne Hilfe zum Erfolg kommen.

Unempfindlich gegen Fehler

Eingabefehler sollen abgefangen werden, Fehlbedienung nicht möglich sein.

Integrität und Sicherheit

Die Daten und das System sollen gegen unberechtigte Zugriffe und Manipulation geschützt sein.

Korrekte Funktion

Bei der Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe dürfen keine Fehler auftreten. Bei gleichen Eingeben muss stets das gleiche Ergebnis erscheinen.

Portable Verwendung

Die Software soll auf anderen Systemen nutzbar sein.

Überprüfbarkeit

Bei der Abnahme der Software soll der Prüfungsaufwand gering sein.

Kompatibel zu anderen Anwendungen

Die Software soll einfach mit weiterer Software verbunden werden können.

Erweiterbare und wiederverwendbare Eigenschaften

Die Software soll leicht mit neuer Funktionalität ausgestattet und vorhandene Funktionen erweitert werden können.

Fazit:

Software Qualität ist wichtig und entscheidet mit, wie die Nutzung im beruflichen Alltag stattfindet. Gerade bei den Projekten Industrie 4.0 und der zunehmenden Digitalisierung in allen beruflichen Bereichen ist fehlerfreie, hochwertige Software eine Basisvoraussetzung.

William Edwards Deming: Grundlegende Fehler, die Verbesserung in Unternehmen behindern

William Edwards Deming, ein weltbekannter Pionier des Qualitätsmanagement entwickelte die prozessorientierte Sicht bei Management Abläufen in Unternehmen. Daraus entwickelten sich später verschiedene Normen und Lehren zur Qualität. Deming analysierte im Rahmen seiner Qualitätsmanagement Lehre unter anderem, welche Fehler sich negativ auf Unternehmen auswirken.

  • Wenn ein Unternehmen hauptsächlich auf kurzfristigen Gewinn aus ist, dann kann keine strategische Planung vorgenommen werden. Mittelfristig werden solche Unternehmen durch Ihre planloses Vorgehen anderen unterliegen. Denn ohne Plan gibt es ständig wechselnde Ziele.
  • Das Gleiche gilt, wenn der Zweck einer Organisation oder Abteilung ständig verändert wird. Mit “kreativer Buchhaltung” können Unternehmen durch Entlassungen, Fusionen, Devisenbewertungen und anderen Tätigkeiten ständig positive Zahlen erzeugen, bis ein Unternehmen zusammenbricht.
  • Durch Leistungsbewertung von Mitarbeitern wurden noch nie langfristig Verbesserungen erzielt. Vielmehr gibt es Mitarbeiter, die das System zu Ihren Gunsten manipulieren können. Besser ist es, die Mitarbeiter individuell auszubilden und zu fördern. Kein erstelltes Profil vermag den Menschen, seine Arbeitsleistung und -qualität richtig darzustellen.
  • Hier ist das “Weisse Ritter Syndrom” gemeint. Ein oder mehrere Manager treten in einem Unternehmen als Retter auf. Sie veranlassen viele Veränderungen und zeigen auf kurzfristig erreichte, positive Ergebnisse. Sie verlassen das Unternehmen mit einer persönlichen Gewinnmitnahme, bevor langfristig negative Auswirkungen Ihrer Tätigkeit zu sehen sind.
  • Wichtiger als die bekannten oder sichtbaren Zahlen (manchmal aus KPI genannt) sind die unsichtbaren Zahlen die Unternehmen nicht zur Verfügung stehen. Zum Beispiel die Softskills der Mitarbeiter, der entstandene Nutzen oder Schaden für Kunden. Vorhandene Zahlen bilden immer nur die Vergangenheit ab.
  • Gesunde und motivierte Mitarbeiter sorgen für geringe Kosten. Daher sollte die Erhaltung von Gesundheit und Motivation ein ständiges strategisches Ziel eines Unternehmens sein.
  • Es ist eine Belastung für die zukünftige Entwicklung, wenn Unternehmen durch unzureichende Recherche, mangelhafte Qualität oder durch Absichten die Verträge zu brechen. Dann sind nachfolgend hohe Kosten zu bezahlen. Daher sollten Unternehmen Geschäftsbeziehungen bevorzugen, die auf gegenseitigen Vertrauen beruhen.

Fazit:

Die Demingschen Regeln für ein erfolgreiches Management sind von der Unternehmenskultur abhängig. Was lebt, unterliegt der Veränderung. Bei richtiger Veränderung kann mittel- oder langfristig mit einer positiven Entwicklung gerechnet werden.

Demings Erkenntnisse als Statistiker und Qualitätsexperte haben vor allem Japans Top Manager seit den 1960-er Jahren geprägt und zeigen sich weltweit in vielen Produkten der heutigen Zeit. Um Demings Ideen nicht zu vergessen, wurde in der Schweiz das Deming Institut gegründet.